Helft Lisa
zurück ins Leben ...

12.07.2019

Am Freitag Morgen ging die Fahrt nach Hamburg los und Lisa war mit an Bord. Sie fühlte sich zwar etwas schlapp, freute sich aber schon riesig auf das schöne Wochenende.


13.07.2019

In der Nacht zu Samstag verschlechterte sich ihr Zustand, Lisa bekam Schüttelfrost und Fieber.
Am Samstag Morgen wurde ein Notarzt ins Hotel gerufen, der einen grippalen Infekt diagnostizierte.

Es wurde Paracetamol verordnet.

Im Laufe des Nachmittags wurde Lisas Zustand dann aber so schlecht, dass um 17:30 Uhr ein Rettungswagen gerufen werden musste.
Lisa wurde auf Grund starker Schmerzen im Bauch vorsorglich mit in die Klinik genommen.

Wir alle nahmen an, wir könnten unsere Freundin am Sonntag abholen und mit nach Hause nehmen.




 

Doch in der Nacht begann der Horror dann erst richtig.

Lisa kollabierte auf Grund einer Sepsis und dem folgenden multiplen Organversagen.
Sie musste reanimiert werden und wurde ins künstliche Koma versetzt.

Ihre Laborwerte, die mehrfach überprüft wurden, da man hoffte, es liegt ein Irrtum vor, und ihr immer schlechter werdender Zustand versetzte die Ärzte in der Klinik in HH in allerhöchste Alarmstufe.




Von Sonntag bis Dienstag war die Aussage der Ärzte „Man soll die Hoffnung nie aufgeben, Aber.....

 

Ihr Kreislauf wurde mit Unmengen von Medikamenten versucht stabil zu halten, die leider eine verheerende Wirkung auf die Durchblutung hatten und so ihre Hände und Füße nicht mit Blut versorgt wurden.

 



15.07.2019

Nach einer, Gott sei Dank, erfolgreichen Thorax-Punktion wurde ihr Zustand stabil und es gab Grund zur Hoffnung.
Die Ärzte konnten endlich eine Diagnose stellen und behandeln. 
Meningokokken-Sepsis und daraus folgend das Waterhouse-Friderichsen-Syndrom.

16.07.2019 

Lisas Milz war nicht mehr zu retten und wurde, sobald ihr Zustand stabil war, entfernt.

 

19.07.2019

Wir stehen an Lisas Bett auf der Intensivstation. Die Narkosemittel wurden langsam abgesetzt und die ersten selbstständigen Bewegungen und ein zaghaftes Öffnen der Augen....


Wir sprechen sie an und sie reagiert....


SIE IST WIEDER DA !!! LISA WIRD ÜBERLEBEN !!!



21.07.2019

Die Nieren fangen langsam wieder an zu arbeiten.


Die Aufwachphase ist überstanden. Lisa ist wach und die Verwirrung macht langsam dem Verstehen platz. Lisa darf die ersten Worte sprechen und sie ist völlig klar im Kopf und unendlich dankbar, dass sie noch lebt.

26.07.2019

Nach insgesamt 24 Blutkonserven und der Dialyse, die insgesamt fast 2 Wochen am Stück auf Hochtouren arbeitete, geht es Berg auf.

Die traurige Bilanz der Geschehnisse der letzten zwei Wochen...


  • das linke Ohr ist taub
  • die rechte Hand reagiert nicht
  • die linke Hand funktioniert nur teilweise
  • am ganzen Körper sind nekrotische Hautpartien
  • die Füße sind abgestorben


die gestrige Diagnose der Hamburger Ärzte lautete: Amputation beider Unterschenkel 

 

  • SYNJ8052
  • Fuß rechts
  • Fuß links
  • Hand links



30.07.2019

 

Endlich kann Lisa für einen 
kurzen „Ausflug“ im Krankenhaus mit dem Rollstuhl das Zimmer auf der Intensivstation verlassen.

 



01.08.2019

Damit Lisa wieder näher bei ihrer Familie und ihren Freunden ist, wird gemeinsam mit den Hamburger Ärzten die Verlegung nach NRW veranlasst.

05.08.2019

Da der rechte Arm inklusive Hand immer noch geschwollen ist und die Nervenkanäle abgedrückt werden, muss dieser operiert werden, um die Nervenkanäle freizulegen.

09.08.2019

Ein Tag der Angst.... 

der rechte Unterschenkel wird amputiert. Die OP verläuft Gott sei Dank komplikationslos.
Lisa schlägt sich nach wie vor tapfer und hat ihr Lächeln nicht verloren.

Am rechten Arm muss Haut transplantiert werden, da große Flächen durch die Nekrose offen liegen. Die Haut wird vom linken Unterschenkel entnommen.

 


19.08.2019

Die zweite Unterschenkelamputation erfolgt. Lisa ist am Ende ihrer Kräfte. Permanente Schmerzen sind ihr täglicher Begleiter und es ist kein Ende in Sicht.

Mehrere Schmerzpumpen sollen ihr alles ein bisschen erträglicher machen, haben aber nur bedingt Erfolg.

Und trotzdem lächelt sie, wenn ihre Freunde bei ihr sind. 


 


In den folgenden Wochen geht es langsam bergauf und die Reha wird geplant. Währenddessen bekommt Lisa fast täglich Physiotherapie.


04.09.2019

Lisa reist im Taxi gemeinsam mit ihrer Mutter in die Akutreha nach Osterhofen in Niederbayern.

07.09.2019

Lisas Mutter reist das erste Mal nach 8 Wochen nonstop Krankenhausaufenthalt nach Hause.

Sie hat in all der Zeit Lisa Tag und Nacht betreut.

Ab jetzt ist Lisa „Einzelkämpfer“ und kämpft sich durch den Rehaalltag.

 


16.09.2019

Heute ist der große Tag!!! 

Lisa bekommt ihre Interimsprothesen. 

Sie macht die ersten Schritte.









20.09.2019

Lisa ist eine unglaubliche Kämpferin.

Nach nur fünf Tagen macht sie die ersten Schritte freihändig!!!!


 

22.09.2019


Besuch in Osterhofen und ein bisschen Auszeit im Wildpark Passau und Umgebung

Lisa hat es sichtlich genossen.

  • Lisa Tierpark1
  • Lisa Tierpark2
  • Lisa Yogapark
  • Lisa Yogapark3
  • Lisa Tierpakr3



04.10.2019

Auch Kämpfer brauchen Pausen... 

Lisa ist an dem Punkt angekommen, an dem sie dringend eine "Klinikpause" benötigt.Um ein bisschen Normalität zu haben und Kraft zu schöpfen fährt Lisa nach Hause zu ihrer Familie und Freunden. Sie hat noch einen langen und beschwerlichen Weg vor sich. 



20.10.2019



Lisa macht mittlerweile auch auf dem Laufband eine echt gute Figur !



 


02.11.2019

Wenige Tage nach dem  Lisa aus dem Koma erwachte, äußerte sie den Wunsch, irgendwann wieder auf einem Pferd sitzen zu können.


Dieser Wunsch geht heute in Erfüllung.


Herzlichen Dank an den zauberhaften Schoki und seiner Besitzerin Barbara.


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13.11.2019

Endlich ist ein Zimmer in der Rehaklinik frei.
In Bad Rothenfelde wird in den nächsten Wochen die Muskulatur der Beine trainiert, die rechte Hand mobilisiert und das Gehtraining stattfinden.
Lisa hofft, dass sie in den nächsten Wochen endlich schmerzfrei laufen kann. 

 

 




12.12.2019

Nach vier Wochen Reha sind bereits deutliche Fortschritte zu erkennen. 

Das Laufen klappt schon viel besser, die Schmerzen dabei werden immer weniger und auch die Beweglichkeit der Hand verbessert sich langsam.

Außerdem durfte Lisa das erste Mal seit den Amputationen schwimmen.





24.12.2019

Gestern hat Lisa ihre erste Reha beendet! Sie ist froh, zuhause wieder mehr Zeit mit ihren Freunden und ihrer Familie verbringen zu können. 

Nächstes Jahr geht es dann wieder weiter mit Physio-, Ergo- und Psychotherapie. Außerdem hat Lisa sich im Fitnessstudio angemeldet, um weiterhin Muskeln aufzubauen und fitter zu werden.